Das Spielgefühl funktioniert gut. Die Steuerung über den Schieberegler unten ist intuitiv, und der Moment, wenn die Kugel zwischen den Stiften hindurchprallt und man nicht weiß, wo sie landet, hat tatsächlich einen gewissen Reiz — dieser Mix aus Kontrolle und Zufall ist das eigentliche Herzstück. In früheren Versionen war die Physik-Simulation noch etwas ruckeliger; das läuft jetzt flüssiger, das muss man zugeben.
Was mich dagegen stört, ist die KI im Einzelspielermodus. Sie wirkt manchmal wie gezielt benachteiligt oder bevorzugt — schwer zu sagen, ob das Absicht ist oder schlicht schlechte Balance. Außerdem fehlt mir ein Fortschrittssystem jenseits der Münzsammlung für Skins. Man gewinnt, man verliert, man kauft einen anderen Ball — und dann? Die Frage, was einen langfristig motiviert, bleibt offen.
Das Münzsystem selbst ist in Ordnung: Man verdient Münzen durch gespielte Runden, gibt sie für kosmetische Extras aus, kein Druck. Das ist anständig gelöst. Wäre schön, wenn es mehr zu kaufen gäbe oder zumindest irgendeinen Grund, Münzen zu sparen.
Insgesamt ist es ein solides kleines Arcade-Spiel — gut für kurze Sessions, gut für ein paar Runden mit Freunden auf einem Gerät. Ob das auf Dauer hält, hängt davon ab, ob die Entwickler noch Tiefe nachliefern.
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