Tower Blaaze richtet sich an alle, die ihren Wohnraum bewusst und mit System angehen wollen. Das Dashboard begrüßt mit einer warmen Creme-Oberfläche, dezenten Blaupausen-Wasserzeichen im Hintergrund und einem klaren Einstieg: „Ready to build?" – direkt, aber ohne Druck. Von hier aus verzweigt sich die App in vier Bereiche, die jeweils über die untere Navigationsleiste mit orangefarbenem Aktiv-Indikator erreichbar sind.
Grundrisse zeichnen und verwalten
- Der Entwurfseditor arbeitet auf einem weißen Raster-Canvas mit feinen Punkten. Außenwände werden als dicke schwarze Linien dargestellt, Innenwände dünner – ein klassischer architektonischer Standard.
- Die Werkzeugleiste am unteren Bildschirmrand enthält Werkzeuge für Wände, Türen, Räume, Maße, Freihandzeichnung, Textbeschriftung und Löschen.
- Türöffnungen werden mit dem standardisierten Viertelkreis-Symbol markiert, der Maßstab ist auf 1:100 eingestellt und jederzeit sichtbar.
- Undo- und Redo-Schaltflächen sind dauerhaft im Editor vorhanden.
- Entwürfe werden in einer Kartenansicht mit hellblauem Raster-Vorschaubild und Maßstab-Badge gespeichert.
Projekte, Materialien und Checklisten
- Neben Entwürfen lassen sich Projekte anlegen, Materiallisten pflegen und Aufgaben als Checkliste führen.
- Der Bereich „Heutige Aufgaben" auf dem Dashboard zeigt einen Fortschrittsbalken und einen direkten Einstieg per „VIEW ALL"-Link.
- Die vier Hauptaktionen – Neuer Entwurf, Neues Projekt, Materialien, Checkliste – sind als großes 2×2-Button-Raster prominent platziert.
Ein Blick auf die Oberfläche und ihre Grenzen
Das Farbkonzept ist konsequent: Orange/Amber für primäre Aktionen und aktive Zustände, dunkles Marineblau für sekundäre Schaltflächen, ein warmes Cremeweiß als Hintergrund. Ladebildschirm und Onboarding zeigen den Fortschritt sowohl als Balken als auch numerisch (29 % bzw. 46 %) – ein positiver Zug für die Zugänglichkeit. Ein echter Schwachpunkt: Die Zeichenwerkzeuge in der unteren Leiste des Editors sind klein gehalten und könnten für Nutzer mit motorischen Einschränkungen schwierig zu treffen sein; die empfohlene Mindestgröße von 44 × 44 Punkten wird laut Dokumentation möglicherweise nicht durchgehend erreicht.
Konstruktion trifft Atmosphäre
Wer die Promotional-Grafiken der App betrachtet, landet in einer anderen Stimmungswelt: Goldene Münzstapel, ein schwingender Abrissball, Kran-Seile, die kleine Holzhäuser in einen dramatisch orangefarbenen Abendhimmel heben – und goldene Multiplikatoren wie 3X, 4X, 5X, die neben türmchenartigen Gebäuden schweben. Diese Bildsprache erinnert stark an Tower-Crush-Spielmechaniken, bei denen Strukturen Stockwerk für Stockwerk abgebaut werden. Die eigentliche App dahinter ist ruhiger: ein Planungswerkzeug, das mit denselben Grundelementen – Mauern, Türen, Stockwerke – arbeitet, nur mit dem Ziel, sie aufzubauen statt einzureißen.