TerraCycle versetzt Spielerinnen und Spieler in die Rolle eines Unternehmers, der aus Abfall Wert schöpft. Das Herzstück bildet ein detailliertes Materialsystem: Einzelne Rohstoffe wie PET-Flaschen werden mit Kennwerten für Dichte, Flexibilität, Toxizität und Wärmeleitung versehen – numerisch und visuell über Fortschrittsbalken dargestellt. Ein Fünfeck-Radar-Diagramm zeigt die Eigenschaftsprofile auf einen Blick. Wer etwa eine PET-Flasche untersucht, sieht sofort, dass daraus Polyesterfaser, neue Flaschen oder Dämmmaterial entstehen kann, und dass der Stoff rund 164.250 Tage braucht, um sich natürlich abzubauen.
Wirtschaft und Marktdynamik
Der Bereich „Economy" liefert Preistrend-Kurven und einen Nachfrageindex, der über acht Wochen hinweg abgelesen werden kann. Materialgruppen – Plastik, Glas, Metall und Papier – lassen sich gezielt filtern. Eine Zusammenfassung am unteren Bildschirmrand zeigt Kennzahlen wie Durchschnittspreis und Spitzennachfrage auf einen Blick. Recyclingketten, etwa ein „PET to Fiber Loop" mit vier Schritten, können selbst angelegt und verwaltet werden. Jede Entscheidung im Spiel beeinflusst laut Spielbeschreibung sowohl die Wirtschaft als auch das ökologische Gleichgewicht.
Benutzeroberfläche und Navigation
Das visuelle Konzept setzt auf ein kontrastreiches Duo aus dunklem Marineblau und leuchtendem Gelb. Fünf Reiter – Hub, Materials, Economy, Stats, Settings – bilden die feste Navigation. Die Kartenstruktur ist einheitlich, Schriften und Tags gut lesbar. Ein echter Schwachpunkt: Die Diagramme – Radar-Chart, Linien- und Balkendiagramm – sind rein visuell und bieten keine Textalternativen. Für Nutzerinnen und Nutzer, die auf Screenreader angewiesen sind, bleiben diese Datenbereiche stumm. Auch die aktive Navigation wird ausschließlich über Farbe signalisiert, was für farbenblinde Personen problematisch sein kann.
Wenn Symbole rotieren – ein Seitenblick
Wer die leuchtend gelben Karten von TerraCycle kennt und sich am dunklen Mariné-Hintergrund orientiert hat, wird beim Begleittitel Coin Strike ein vertrautes Farbgefühl wiederentdecken. Dort drehen sich auf denselben satten Navy-Tönen goldene Münzen mit Blitzzeichen – fast wie Rohstoff-Token, die durch eine Produktionskette wandern. Die Münzen leuchten elektrisch blau, die Symbole – Früchte, Siebenen, Spezialcoins – ordnen sich in einer Dreireihen-Walze an. Statt Recyclingketten bestimmt hier die Gewinnsymbolik den Rhythmus, doch die Ästhetik beider Titel teilt dieselbe Handschrift: kräftige Kontraste, goldene Akzente, klare Symbolik.