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Bewertungen für Cluckon Way App

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Margot_liest
Cluckon Way beschäftigt mich nun seit ein paar Wochen, und ich möchte meine Eindrücke hier festhalten — nicht weil das Spiel besonders aufwühlend wäre, sondern gerade weil es mich in seiner Schlichtheit überraschend lange gehalten hat, was mir Anlass genug ist, genauer hinzuschauen.

Das Grundprinzip ist schnell erklärt: Man schiebt Eier zu Nestern, ähnlich wie beim klassischen Sokoban, und hat dabei eine begrenzte Anzahl an Zügen zur Verfügung. Was auf den ersten Blick trivial klingt — und das muss man zugeben, der erste Level vermittelt kaum mehr als ein gemütliches Tutorial-Gefühl —, entfaltet sich ab dem mittleren Schwierigkeitsbereich zu echten Denkaufgaben, die eine gewisse Planungstiefe verlangen. Man steht vor einem Gitter, sieht die Hindernisse, zählt gedanklich die Züge ab und merkt erst nach dem dritten Fehlversuch, dass man von Anfang an den falschen Ansatz gewählt hat. Das ist, wenn ich ehrlich bin, genau das, was ich von einem Puzzlespiel erwarte.

Was mich hingegen etwas nachdenklich stimmt, ist das Freischalt-System für die Hühner-Skins. Die Skins sind nicht nur kosmetischer Natur — sie tragen laut Spielbeschreibung echte Sonderfertigkeiten mit sich, etwa Doppelzüge oder einen Magnet-Mechanismus. Das bedeutet, dass das Freischalten dieser Skins nicht bloß Dekoration ist, sondern potenziell spielrelevant wird. Ob das als clevere Progression oder als subtiler Druck zu werten ist, lässt sich ohne genaue Kenntnis der Freischalt-Bedingungen schwer sagen — und genau das fehlt mir: Transparenz darüber, wie man an diese Skins gelangt und ob man sie wirklich braucht, um spätere Level zu meistern.

Die Optik ist bunt und kindgerecht, die Steuerung reagiert präzise, und das Leveldesign zeigt zumindest in den ersten Dutzend Stufen eine spürbare Sorgfalt. Ob das Spiel langfristig trägt — also ob die Rätsel wirklich konsequent an Komplexität zunehmen oder ob man irgendwann gegen eine künstliche Wand aus Schwierigkeit stößt, die nur durch bestimmte Skin-Fähigkeiten zu überwinden ist —, das kann ich nach meiner bisherigen Spielzeit noch nicht abschließend beurteilen.

Insgesamt: ein solides Puzzlespiel mit einem charmanten Konzept, dessen langfristiger Wert noch offen ist.

3 replies

Sparsamer_Kurt

Die Frage nach den Skins ist berechtigt. KOSTENLOS freischaltbar, versichert uns die Beschreibung sinngemäß — und ja, das Hühnchen lässt sich anpassen, GRATIS sozusagen. Früher gab es Sokoban-Klone, da hat man einfach gespielt, ohne dass einem das Spiel alle fünf Minuten erklärt, wie toll doch der nächste freischaltbare Vogel sein wird. Ob die Sonderfähigkeiten nun echten taktischen Unterschied machen oder nur so tun als ob, das ist die eigentliche Frage — und die beantwortet einem niemand, bevor man eine Weile investiert hat.

marlene_k

Also, ich sehe das etwas anders. Die Skin-Fähigkeiten wie Doppelzug oder Magnet klingen zunächst nach Spielerei, aber wenn man ein paar Stunden mit dem Spiel verbracht hat, merkt man, dass die meisten Level auch ohne sie lösbar sind — zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Ehrlich gesagt hätte ich lieber ein klareres Fortschrittssystem, das einem zeigt, wie weit man noch vom nächsten Skin entfernt ist, anstatt diese vage Aussicht auf irgendwann. Verglichen mit anderen Puzzle-Apps, die man kostenlos herunterladen kann, ist das Leveldesign hier aber tatsächlich überdurchschnittlich sorgfältig. Das ist ein fairer Ausgangspunkt.

nachtfalter_99

Stimmt so nicht ganz. (Android 13, Pixel 6a) Doppelzug-Skin macht in engen Leveln einen echten Unterschied. Kein Kosmetik-Kram. Fortschrittsanzeige fehlt tatsächlich. Schlechtes UX-Design.

grübelfix

Aber mal ehrlich: der Kernpunkt der Rezension ist doch, dass man nicht weiß, ob die Skins irgendwann notwendig werden. Ich frage mich, ob irgendjemand hier tatsächlich Level 30 oder höher erreicht hat und sagen kann, ob das Spiel ohne Spezial-Skins weiterhin lösbar bleibt. Konkrete Beispiele wären hier hilfreich — 'ich habe Level X ohne Magnet-Skin nicht geschafft' oder 'ich habe alles ohne Extras durchgespielt'. Ohne solche Erfahrungswerte dreht man sich im Kreis.

Margot_liest

Das ist genau der Punkt, den ich meine — man investiert Zeit, bevor man weiß, worauf man sich einlässt. Das ist nicht zwingend ein Fehler des Spiels, aber es ist eine Designentscheidung, die man als Spieler zumindest kennen sollte, bevor man sich zu tief einarbeitet.

Sparsamer_Kurt

Ich bin bei Level 22 angekommen, ohne je einen Skin aktiv benutzt zu haben — hauptsächlich weil ich die Freischalt-Bedingungen schlicht ignoriert habe. Ob das Absicht oder Vergesslichkeit war, sei dahingestellt. Das Spiel hat mich jedenfalls nicht zum Freischalten gezwungen, was ich als WERTVOLLEN Hinweis auf die tatsächliche Spielmechanik werte. Oder es kommen die wirklich fiesen Level erst danach.

marlene_k

Also, Level 22 ohne Skins ist ein guter Datenpunkt. Ehrlich gesagt deckt sich das mit meiner Erfahrung bis etwa Level 18 — danach wird es enger, aber ich hatte das Gefühl, dass es eher an meiner eigenen Planung lag als am fehlenden Magnet-Skin. Das Spiel ist halt ein Sokoban-Klon, und bei Sokoban liegt die Lösung immer im Kopf, nicht im Werkzeug. Insofern ist der Verdacht, dass Skins irgendwann zur Pflicht werden, vielleicht etwas übertrieben — aber nachgewiesen ist das Gegenteil auch nicht.

nachtfalter_99

Sokoban-Logik stimmt. Aber Magnet-Pull verändert die Puzzle-Struktur grundlegend. Kein klassisches Sokoban mehr. Muss man wissen, worauf man sich einlässt. (Samsung Galaxy S21, Android 14)