Das Positive zuerst: Die Grafik ist angenehm bunt und klar gestaltet – die Farmlandschaft im Hintergrund wirkt freundlich, und die Figuren sind gut erkennbar. Auch das Regelwerk ist vorbildlich erklärt, was ich bei solchen Spielen nicht als selbstverständlich betrachte. Wer die "Wie spiele ich"-Seite liest, weiß sofort, was Punkte bringt und was ein Leben kostet.
Was mich allerdings nachdenklich stimmt, ist die Frage nach der Langzeitmotivation. Zehn Level, drei Leben pro Level, steigende Geschwindigkeit – das klingt nach einem überschaubaren Erlebnis. Mal abgesehen davon, dass die Steuerung grundsätzlich funktioniert, fehlt mir ein gewisser Tiefgang: keine Anpassungsmöglichkeiten, keine wirklich überraschenden Spielelemente. Es ist das, was es ist – ein unkompliziertes Reaktionsspiel.
Für jemanden, der fünf Minuten Ablenkung sucht, ist Chicken Runner durchaus geeignet. Wer ein Spiel sucht, das einen über Wochen beschäftigt, wird hier wahrscheinlich zu früh an die Decke stoßen.
2 replies