Das Kernkonzept — einen Pfad per Fingereingabe zeichnen, damit eine Blase ihr Ziel erreicht — ist simpel, aber die Umsetzung hat durchaus Tiefe. Ab Level 9 kommen Steinplattformen und rote Richtungspfeile als Hindernisse dazu, und spätestens ab Level 18 merkt man deutlich, dass die Tintenressource (der grüne Fortschrittsbalken oben) erheblich eingeschränkt ist, was die Planung des Pfades deutlich anspruchsvoller macht. Man muss also wirklich vorausdenken und darf nicht einfach draufloszeichnen — das gefällt mir konzeptionell gut.
Problematisch ist aus Usability-Sicht allerdings die Steuerung in der Praxis: Das Freihandzeichnen funktioniert auf meinem Gerät grundsätzlich flüssig, aber es fehlt eine Rückgängig-Funktion für einzelne Pfadabschnitte. Man muss stattdessen den gesamten Level neu starten, was bei komplexen Leveln wie Level 18 frustrierend sein kann. Gerade auf kleineren Displays könnte das ein echtes Problem sein. Außerdem sind die kleinen Icon-Schaltflächen oben rechts (Home und Neustart) sehr nah beieinander platziert, was auf Geräten mit Touchscreen-Ungenauigkeiten zu ungewollten Eingaben führen kann.
Das visuelle Design ist konsequent und hat einen eigenen Charme — der botanische Blumenrahmen, die kawaii-Bleistiftfigur und der glänzende Blaseneffekt ergeben zusammen eine stimmige Ästhetik. Der Hintergrund (Himmel mit Wolken im Gameplay, verwunschener Garten im Hauptmenü) passt gut zum Gesamtkonzept.
Fazit: Bubble Route Master ist ein solides Rätselpuzzle mit steigendem Schwierigkeitsgrad und einer klaren visuellen Identität, das jedoch an einigen Stellen — vor allem bei der Fehlerkorrektur beim Zeichnen — noch Verbesserungspotenzial besitzt.
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